Neue polnische Migration nach Deutschland – lokale Perspektiven

Beschädigtes Wahlplakat der Grünen-Fraktion in Löcknitz, wo Zuwanderung aus Polen nicht von allen Bürgern als Chance gesehen wird.

Mecklenburg-Vorpommern gilt als das Bundesland, in dem der demographische Wandel am weitesten fortgeschritten und somit am deutlichsten zu erkennen ist. Inbesondere durch den starken Wegzug junger Menschen ist der demographische Wandel in Mecklenburg-Vorpommern dem Rest der Bundesrepublik um etwa 30 Jahre voraus. Seit der Wende hat sich die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern um 15 Prozent bzw. 290.000 Personen verringert (Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern 2011).

Gleichzeitig verzeichnet das Land eine steigende Zahl von Personen ausländischer Staatsangehörigkeit, insbesondere aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die dominierende Gruppe stellen hierbei – vor allem in den grenznahen Gebieten des Bundeslandes – die Polen. Mit dem Auslaufen der Beschränkungen im Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ist am 01. Mai 2011 auch die letzte Barriere für polnische Bürger gefallen, sich im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen.

Aus entwicklungspolitischer Sicht wird die Zuwanderung aus Polen sehr begrüßt, weil dadurch Möglichkeiten zur Wiederherstellung des demographischen und ökonomischen Gleichgewichts geboten werden. Gleichwohl stellt die Integration der polnischen Zuwanderer die bislang mit Migrationsfragen wenig erfahrenen lokalen Behörden und Bürger vor eine große Aufgabe.

Projektziele
Das Projekt zielt darauf ab zu untersuchen, wie sich Migranten aus Polen in den lokalen Gemeinschaften grenznaher Gebiete Mecklenburg-Vorpommerns integrieren bzw. wie sie dabei unterstützt werden und wie ihre Anwesenheit von öffentlichen Einrichtungen und Bewohnern wahrgenommen wird. Dabei wird das Augenmerk sowohl auf Aspekte der beruflichen als auch der gesellschaftlichen Integration gelegt.
Das Projekt ist multiperspektivisch angelegt und bezieht sowohl die Sichtweise polnischer Migranten als auch deutscher Institutionen und Bewohner in die Untersuchung mit ein.

Ergebnisse/Publikationen

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Bearbeitung
Agnes Kriszan
Kooperation(en)

Instytut Spraw Publicznych, Warschau

Laufzeit
05/2011–04/2012
Projektförderung
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Weitere Informationen

Agnes Kriszan   
A_Kriszan(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-161

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