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Adapt2DC – New innovative solutions to adapt governance and management of public infrastructure and services to demographic change
Schrumpfungsprozesse werden in vielen Regionen in Mittel- und Osteuropa zu einer immer größeren Herausforderung für die Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge. Insbesondere ehemalige Grenzregionen am Eisernen Vorhang sind vom demographischen und sozialen Wandel betroffen. Die Folgen demographischen Wandels und die zunehmende Verknappung öffentlicher Ressourcen benötigen eine Angleichung der Managementstrukturen und Standards öffentlicher Service- und Infrastrukturen. Dafür soll im Projekt ein geeigneter Rahmen entwickelt werden, in dem die betroffenen Regionen und Städte Erfahrungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der Infrastrukturanpassung austauschen und gemeinsam Ideen entwickeln, wie sie sich bestmöglich an die Wandlungsprozesse anpassen können, um damit ihre Standortattraktivität zu erhalten oder zu steigern.
Das Hauptziel des Projektes ist es, auf transnationaler Ebene innovative Governance-Modelle zu entwickeln und zu implementieren, um die Versorgung schrumpfender Regionen und Städten mit öffentlicher Infrastruktur und Dienstleistung langfristig sicherzustellen und dabei die finanzielle Belastung öffentlicher Budgets durch überdimensionierte Infrastruktur zu mildern. Kleine und mittlere Städte als "Motoren" der regionalen Entwicklung sollen in die Lage versetzt werden, regionale Serviceleistungen und Infrastrukturen in besserer Qualität aufrechtzuerhalten und so attraktiver für Einwohner, Unternehmer und Investoren zu werden bzw. als Ankerpunkte für regionale und grenzüberschreitende Kooperationsvorhaben zu dienen mit dem Ziel einer langfristigen Stabilisierung der betroffenen Räume.
Die einzelnen Ziele im Projekt:
- Entwicklung transnationaler Strategien im Bereich öffentliche Infrastruktur und Dienstleistungen, um die Kosten für Erhalt und Bereitstellung in schrumpfenden Regionen und Städten abzufedern
- Wissen und Wahrnehmung über die Auswirkungen von Schrumpfung auf die Daseinsvorsorge erhöhen
- Entwicklung politischer Empfehlungen für das Management von Infrastruktur und Dienstleistungen in schrumpfenden Städten und Regionen
- Initiierung von Pilotprojekten, die den innovativen Umgang mit Schrumpfungsprozessen aufzeigen (u.a. Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, öffentlicher Nahverkehr)
- Wissenstransfer auf der europäischen Ebene und Initiierung eines langfristigen und kontinuierlichen Dialoges zwischen Akteuren der Regionalentwicklung
Das IfL wird sich im Projekt v. a. mit der wissenschaftlichen Analyse des demographischen Wandels in den teilnehmenden Ländern und den Konsequenzen für die Entwicklung von Regionen und Städten beschäftigen. Zusammen mit weiteren Projektpartnern wird das IfL einen sozioökonomischen Hintergrundbericht verfassen, der u. a. statistische Analysen schrumpfender Regionen in Mittel- und Osteuropa, eine Analyse von Strategiepapieren und die Fallstudien in den Pilotregionen beinhalten wird. Weiterhin wird das IfL an vergleichenden Analysen der Pilotprojekte und an der Entwicklung von Studienmaterialen zum innovativen Umgang mit demographischen Wandel beteiligt sein.
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Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr (Projektkoordinator)
9 Partner aus Ungarn (VÁTI Unternehmen für Regionalentwicklung und Stadtplanung/ Észak-alföld Regionalentwicklungsagentur) Polen (Universität für Wirtschaft Katowice/ Malopolska Region), Tschechien (Soziologieinstitut der Wissenschaftsakademie der Republik Tschechien/ Usti Region), Italien (UNCEM - Nationalunion von Berggemeinden, Piemont), Slowenien (Raumplanungsinstitut der Republik Slowenien/ Maribor)
5 assoziierte Partner aus Deutschland (Sächsisches Innenministerium, Bayerisches Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie), Slowakei (Zentrum für Tourismusentwicklung Hohe Tatra), Österreich (Regionalmanagement Oberösterreich), Slowenien (Regierungsbüro für lokale Selbstverwaltung)
Kornelia Ehrlich
K_Ehrlich(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-169
Thilo Lang
T_Lang(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-159


