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Öko-Netz Bulgarien
Im Fokus: Vernetzung von Umwelt-NGOs in Bulgarien mit dem Ziel, die Effizienz der Aktivitäten zu steigern
In Bulgarien engagieren sich zahlreiche Nichtregierungsorganisationen und Bürgerinitiativen für Ziele des Umwelt- und Naturschutzes. Bisher findet jedoch keine Koordination zwischen den Aktivitäten der verschiedenen Gruppen statt, und die Bekanntheit und Wertschätzung dieser Aktivitäten in der Öffentlichkeit sind sehr gering. Ziel des Projektes ist es, durch den Informationsaustausch zwischen und die Vernetzung von Umwelt-NGOs mittels neuer Kommunikationsplattformen einen signifikanten Beitrag zur Steigerung der Effektivität der Aktivitäten in folgenden Problemfeldern zu leisten:
- Naturschutzgebiete (Verstöße gegen Naturschutzrichtlinien in Schutzgebieten),
- Industrielle Schadstoffemission (Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung durch derzeitige oder frühere Produktionsanlagen) und
- Hausmüllentsorgung (Probleme der Abfallbeseitigung/des Abfallmanagements).
Dazu sind sieben Maßnahmen vorgesehen:
- Auftaktkonferenz zur Vernetzung möglichst vieler Akteure im Rahmen der Projektstrategien;
- EcoWebMap: Entwicklung eines Web 2.0-basierten kartographischen Online-Portals zur Visualisierung von Umweltproblemen und umweltrelevanten Aktivitäten von NGOs mit der Möglichkeit, dezentral Informationen von möglichst vielen Akteuren aufzunehmen und weiterzugeben;
- Cross-Sector-Treffen: Organisation von Treffen mit Vertretern von NGOs aus anderen Bereichen zur Identifikation gemeinsamer Ziele und ggf. Möglichkeiten der Kooperation;
- Sachverständigen-Öko-Netz als ein Experten-Pool von Experten für naturwissenschaftliche und juristische Fragen, die bei akuten Umweltgefährdungen schnell konsultiert werden können;
- Öffentliche Anhörungen für Vorhaben mit großer Umweltrelevanz;
- Medienauftritte als flankierende Maßnahme zur Erhöhung der öffentlichen Wahrnehmung von Umweltproblemen und Aktivitäten der Umwelt-NGOs;
- Abschlusskonferenz mit dem Ziel, Resultate zu präsentieren und zu diskutieren und nach Möglichkeiten der Verstetigung und Weiterführung der sich bewährenden Koordinations- und Kommunikationsstrukturen zu suchen.
Die wissenschaftliche Begleitung der Vernetzungsaktivitäten im Umweltsektor durch das IfL gliedert sich ein in die Forschungsaktivitäten zu Raumproduktionen im Verhältnis Mensch/Natur. Es geht darum, in der Praxis des zivilgesellschaftlichen Engagements für Umwelt- und Naturschutz zu beobachten, mit welchen Konzepten und Vorstellungen des Mensch-Umwelt-Verhältnisses gearbeitet wird und zu welchen Zielen welche Konzepte in welchen räumlichen Skalen eingesetzt werden.
– noch nicht verfügbar –
Vera Staevska, BlueLink Information Network, Sofia; Petko Tzvetkov, Bulgarian Biodiversity Foundation, Sofia
Ulrich Ermann
U_Ermann(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-105



