Leipzig/Bonn. – In Deutschland erkranken in jedem Jahr etwa 100.000 Menschen an der durch Zeckenstiche übertragenen... mehr »
Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen
Das Forschungsprojekt untersucht aktuelle Tendenzen der Siedlungsentwicklung und der Alltagsorganisation von Stadtbewohnern unter dem Einfluss wachsender Mobilität, neuer Kommunikations-möglichkeiten und raumzeitlicher Entgrenzungen.
Durch die Analyse von aktionsräumlichen Mustern und Wohnstandortentscheidungen von Haushalten in polyzentrischen Stadtregionen Deutschlands soll aufgezeigt werden, wie gesellschaftliche Veränderungen raumbezogenes Verhalten im Alltag bestimmen.
Die folgenden Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts:
- Wie wirken sich Globalisierungs- und Entgrenzungsprozesse auf raumbezogene Orientierungen im Alltag von Stadtbewohnern aus? Welche neuen Zentralitätsmuster bilden sich heraus?
- Inwieweit präsentiert sich der Wohnungsmarkt in polyzentrischen Stadtregionen als ein fragmentierter Raum bestehend aus unterschiedlichen Segmenten mit stark spezialisierten Standortprofilen?
- In welchem Zusammenhang stehen polyzentrale Raumstrukturen und Alltagshandeln?
Zur Beantwortung werden Wohnstandortentscheidungen und raumzeitliche Orientierungen mit Hilfe quantitativer und qualitativer Verfahren in den Beispielregionen Köln/Bonn, Östliches Ruhrgebiet und Leipzig/Halle analysiert: Explorative Tiefeninterviews mit Haushalten sollen Zusammenhänge zwischen Wohnvorstellungen, Alltagsorganisation und den Lebensentwürfen von Bewohnern polyzentrischer Stadtregionen beleuchten; durch eine schriftliche Befragung soll quantifiziert werden, welche Bedeutung Entgrenzungsprozesse und polyzentrische Strukturen für die Alltagsorganisation und das Leben der Bevölkerung tatsächlich haben.
– noch nicht verfügbar –
Universität Bonn; ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund
Karin Wiest
Giulia Montanari
Tel.: +49 341 600 55-136



