12. Februar 2019

IfL-Wissenschaftlerin erhält Dissertationspreis der Deutsch-Französischen Hochschule

Für ihre im Rahmen einer Cotutelle-de-thèse zwischen der Universität Leipzig und der École normale supérieure Paris verfasste Doktorarbeit „Zirkulation afrikanischen Wissens. Präsenz und Rezeption akademischer Literatur aus Afrika in Deutschland und Frankreich” wurde Ninja Steinbach-Hüther mit dem Dissertationspreis für hervorragende binationale Promotionsprojekte ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 24. Januar 2019 in der Französischen Botschaft in Berlin statt. Neben der Botschafterin Frankreichs in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und dem Hochschulbereich anwesend.

Ninja Steinbach-Hüther bei der Verleihung der Exzellenz- und Dissertationspreise der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). Neben ihr zu sehen (v.l.n.r.): David Capitant, Präsident der DFH, Axel Smend und Wolfgang Fischer vom Rotary Club Berlin – Brandenburger Tor und Olivier Mentz, Vizepräsident der DFH. Foto: © Jacek Ruta/DFH-UFA

Ninja Steinbach-Hüther studierte Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation, Anglistik und Deutsch als Fremdsprache an der Universität des Saarlandes und arbeitet seit Mai 2016 als Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig.

In Ihrer Dissertation, für die sie auch einen der Promotionspreise 2017 der Research Academy Leipzig erhalten hat, befasst sich Ninja Steinbach-Hüther mit der Präsenz und Rezeption akademischer Literatur aus Afrika in Deutschland und Frankreich seit den 1950er/1960er-Jahren am Beispiel gesellschaftswissenschaftlicher Publikationen afrikanischer Autoren und auf Basis der Metadaten der Deutschen und der Französischen Nationalbibliothek. Theoretisch folgt sie dem Konzept des Kulturtransfers mit dem Anspruch, von der Gesamtheit der transferierten Publikationen auf die Mittler zu schließen. Methodisch integriert sie u. a. ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit der Informatik, um die Metadaten der Bibliotheken in einem bibliotheksfernen Kontext Digital Humanities-gestützt zu analysieren.

Mit den Exzellenz- und Dissertationspreisen würdigt die Deutsch-Französische Hochschule gemeinsam mit ihren Wirtschaftspartnern die besten von ihr geförderten Studienabsolventen und Nachwuchswissenschaftler. In diesem Jahr wurden elf Exzellenzpreise für hervorragende binationale Studienabschlüsse und drei Dissertationspreise verliehen. Die mit 1500 bzw. 4500 Euro dotierten Preise werden von Wirtschaftsakteuren aus unterschiedlichen Branchen finanziert.

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