26.03.2018 bis 27.03.2018, Leipzig

Big Data, Open Geography?

Vierte IfL Forschungswerkstatt diskutiert den Umgang mit Big Data in den raumbezogenen Wissenschaften

  • Ort: Leibniz-Institut für Länderkunde
  • Termin: 26. bis 27. März 2018

Die Gewinnung, Analyse und Interpretation von Datensätzen sind "Brot und Butter" der Wissenschaft und Standardthema des epistemologischen Diskurses. In den letzten Jahren wird in diesem Zusammenhang immer wieder das Schlagwort „Big Data“ gebraucht, oft verbunden mit Verheißungen eines revolutionären wissenschaftlichen Fortschritts. Auch und gerade in der raumbezogenen Forschung werden rund um Big Data neue Perspektiven diskutiert, etwa wie räumlich referenzierte Variablen zur Identifikation von Individuen genutzt werden können und somit den Datenschutz gefährden. Oder inwiefern und in welchem Ausmaß räumliche Disparitäten durch die Anwendung von Big Data reproduziert werden.

Die kritische Auseinandersetzung mit Big Data wird angesichts der steigenden Verfügbarkeit in den kommenden Jahren eine weiter zunehmende Rolle spielen. Neben praktischen und methodischen Problemen bezüglich der Analyse und Interpretation solcher volatiler Datensätze sehen wir beim wissenschaftlichen Umgang mit Big Data zahlreiche konzeptionelle Fragen und ethische Herausforderungen.

Aus raumwissenschaftlicher Perspektive ist kritisch zu analysieren, welche Raumkonzepte verschiedensten Anwendungen von Big Data zugrunde liegen und welche Vorstellungen somit reproduziert werden. Zudem steht die Frage im Raum, für welche Forschungsthemen die Anwendung von Big Data überhaupt in Frage kommt. Für quantitative Fragestellungen scheinen die Vorteile auf der Hand zu liegen: Georeferenzierte Datensätze versprechen durch ihr Volumen, die große Anzahl unterschiedlicher Quellen und ihre Erfassungsgeschwindigkeit eine neue Perspektive auf menschliche Verhaltensweisen und naturwissenschaftliche Phänomene. Doch auch qualitativ Forschende beginnen, Daten aus Bereichen von Big Data und Social Media in ihre Studien einzubeziehen.

Wie und wo machen Big Data in unseren Forschungen Sinn? Welche Erfahrungen gibt es bisher zu den methodischen und methodologischen Fragen, vor welche uns der Umgang mit Big Data stellt? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Einbezug solcher Daten für unsere wissenschaftstheoretischen Grundlagen? Wie können wir  als raumbezogen Forschende einen reflektierten Umgang mit Big Data stärken? Diese Fragen wollen wir in der IfL Forschungswerkstatt #4 in den Mittelpunkt stellen.

Weitere Informationen

Das Programm finden Sie hier

Allgemeine Infos zur IfL Forschungswerkstatt und ausführliche Dokumentationen der zurückliegenden Veranstaltungen finden Sie hier

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Das Organisationsteam der Forschungswerkstatt beantwortet gern Ihre Fragen: Kristine Beurskens, Tim Leibert, Thomas Tillmann / forschungswerkstatt(at)ifl-leipzig.de

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