3. April 2017

Aus dem ewigen Eis ins Jüdische Museum München

Archiv für Geographie beteiligt sich an der Ausstellung „Never walk alone – Jüdische Identitäten im Sport“

Selten gezeigte Funde: Ausrüstungsgegenstände der auf Spitzbergen verschollenen Teilnehmer an der Deutschen Arktisexpedition 1912. © Franz Kimmel

Im Jüdischen Museum München ist seit Februar die Sonderausstellung „Never walk alone“ zu sehen. Im Mittelpunkt stehen jüdische Identitäten im Sport. Die Schau beleuchtet Biographien jüdischer Sportler und erzählt die Geschichte jüdischer Sportvereine. Die Auswirkungen des Antisemitismus und der Emigration sind ebenso Thema wie die heutige Bedeutung jüdischer Sportler in Deutschland.

Ein weiterer Aspekt behandelt die Förderung des Sports durch jüdische Geschäftsleute und Mäzene. Hierzu zählte das Mode- und Sporthaus S. Adam in Berlin, das die Deutsche Arktisexpedition 1912 ausrüstete. Die Forschungsreise unter Leitung des Offiziers Herbert Schröder-Stranz endete im Fiasko: Acht von 15 Teilnehmern blieben im ewigen Eis verschollen. Erst 25 Jahre später fanden norwegische Walfänger Ausrüstungsgegenstände auf Spitzbergen. Sie wurden in das Museum für Länderkunde nach Leipzig gebracht und befinden sich heute im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde. Jetzt sind die Überbleibsel der einstigen Tragödie zum ersten Mal außerhalb Leipzigs zu sehen.

Die Ausstellung läuft bis zum 7. Januar 2018.

Weitere Informationen

www.juedisches-museum-muenchen.de

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