Erste Karte des Amazonas von seinem Ursprung bis zur Mündung

Cours du fleuve Maragnon autrement dit les Amazones. Par le P. Samuel Fritz (Sign.: HK 1623)

Der aus Ostböhmen stammende Jesuitenpater Samuel Fritz (1654–1728) gilt als bekanntester Missionar am Amazonas. Neben seiner eigentlichen Aufgabe, die Bewohner des Regenwaldes mit der Botschaft Jesu Christi in Berührung zu bringen, trug er wesentlich zur Erforschung der Region bei. Um 1688 zeichnete er die erste Karte vom Gesamtlauf des Amazonas und erkannte den Rio Marañón als dessen Hauptquellfluss. Seine Manuskriptkarte wurde seit 1707 mehrfach abgedruckt und veröffentlicht.

Das Exemplar in der Geographischen Zentralbibliothek trägt keinen Druckvermerk. Handschriftlich hat Alphons Stübel notiert: „Von Herrn P. Wolf in Quito erhalten“. Wie viele weitere Karten hatte Stübel sie während seines Südamerika-Aufenthalts 1868 bis 1877 erworben und seiner „Collection“ eingefügt, die 1896 zum Grundstock der Sammlungen des heutigen IfL wurde. Mit „P[ater] Wolf“ ist der Geologe Theodor Wolf (1841–1924) gemeint, der bis 1874 an der Universität in Quito lehrte und in Ecuador einer der wichtigsten Kontaktpersonen Stübels war.

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