03/2016: Die Hauptstadt des Osmanischen Reichs vor 200 Jahren

Plan De Constantinople et Du Bosphore (um 1800). Kunstverlag T. Mollo, Wien

Die Karte zeigt den Bosporus als Verbindung zwischen dem Schwarzen Meer und dem Marmarameer als Teil des Mittelmeers. Die Meerenge wird häufig, und auch in der historischen Karte, als Grenze zwischen den Kontinenten Europa und Asien angesehen. Am westlichen Eingang des Bosporus‘ liegt das heutige Istanbul, früher Konstantinopel oder Stambul genannt. Zu allen Zeiten war die Stadt eine der bevölkerungsreichsten Metropolen der Erde. Als die Karte erschien, lebten weit mehr als eine halbe Million Menschen in der osmanischen Hauptstadt und damit dreimal soviel wie in Berlin. Die europäische Stadt wird durch die Meeresbucht „Goldenes Horn“ geteilt, an der sich historisch der wichtigste Hafen befand, daher „Port de Constantinople“. Längst hat sich die Stadt auf die asiatische Seite ausgedehnt, bildet Galata (heute Üsküdar) einen Stadtteil Istanbuls. Eine Nebenkarte zeigt den Topkapi-Palast („Serrail“), den Herrschaftssitz des Sultans.

Als Verleger der undatierten Karte wird der Wiener Kunstverlag T. Mollo genannt. Tranquillo Mollo (1767–1837) hatte 1802 den Kartenverlag Artaria & Co. übernommen, wo die gleiche Karte bereits zuvor (nach 1793) erschienen war.

Karte herunterladen
(JPG / 1,7 MB)

Aktuell

Pressemitteilungen

31.07.2019

IfL-Karte verdeutlicht Unterschiede im Wahl­verhalten der Deutschen

Die einfache Formel „Grüne Städte, schwarzes Land, blauer Osten“ trifft für die Europawahl 2019 nur mit gewissen... 

25.06.2019

„Stadt und Land nicht gegeneinander ausspielen“

In der aktuellen Debatte über sogenannte abgehängte Regionen plädiert IfL-Direktor Sebastian Lentz für eine stärkere... 

Termine

22.09.2019 bis 25.09.2019, Leipzig

Wissenschaft und Medien im Dialog

Leibniz-Wissenschaftscampus "Eastern Europe – Global Area" lädt zu seiner zweiten Sommerschule mit Journalistinnen und... 

25.09.2019 bis 30.07.2019, Kiel

IfL auf dem Deutschen Kongress für Geographie

"Umbrüche und Aufbrüche – Geographie(n) der Zukunft" – unter diesem Motto diskutiert der Deutsche Kongress für... 

10.10.2019, Pottenstein, Oberfranken

Neuerscheinung »Die Fränkische Schweiz«

Einladung zur Buchpräsentation am 10. Oktober im oberfränkischen Pottenstein 

Wir verwenden Cookies, um unsere Website für Sie optimal zu gestalten.

Zur Analyse nutzen wir den Webdienst Matomo. Ihre persönlichen Daten – darunter Ihre IP-Adresse – werden vor der Verarbeitung anonymisiert. Bitte stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.