hin&weg

Digitales Werkzeug zur Analyse und Visualisierung von Wanderungsdaten

Mit der digitalen Anwendung hin&weg lassen sich seit 2004 statistische Wanderungsdaten per Mausklick veranschaulichen. Derzeit verwenden zehn deutsche Städte die Alpha-Version des am IfL entwickelten Analysewerkzeugs, um sich über das Wanderungsgeschehen detailliert auf dem Laufenden zu halten, neu entstehende Raummuster frühzeitig zu erkennen und Fehlplanungen etwa in den Bereichen Schule, Pflege oder Transport zu vermeiden.

Gemeinsam mit Städtevertretern wird das IfL hin&weg in den kommenden drei Jahren überarbeiten und für neue Nutzergruppen öffnen. Die nächste Generation soll neue Möglichkeiten der Analyse und Visualisierung städtischer und regionaler Bevölkerungsdaten bieten und zusätzliche Statistikformate verarbeiten können. Vor allem soll die Bedienung noch einfacher werden, um auch Bürgern den Zugang zu den Informationen zu erleichtern.

Das IfL reagiert damit auf die zunehmende Dynamik und Komplexität von sozialräumlichen Veränderungen, die Stadtverwaltungen vor große Herausforderungen stellen. Sie benötigen einerseits dringend verlässliche Informationen über die zugrunde liegenden demographischen Prozesse beispielsweise der Auf- und Abwertung von Wohnvierteln oder der alters- und geschlechtsspezifischen Zuwanderung aus dem Umland. Andererseits fehlt es oft an Ressourcen, Kapazitäten und Erfahrungen, um die Masse der statistischen Daten zu analysieren und die richtigen Schlussfolgerungen für nachhaltiges politisches und planerisches Handeln aus ihnen zu ziehen.

Neben einer Expertenversion für die tägliche Arbeit kommunaler Planungsstellen wollen die Wissenschaftler eine webbasierte Version für Gemeinden bereitstellen, die interne Daten und Analyseergebnisse frei zugänglich und Entscheidungsprozesse transparent machen oder auch partizipativ gestalten möchten. Bürger können die interaktiven Werkzeuge und kartographischen Präsentationen von hin&weg zudem für eigene Auswertungen nutzen, etwa um Veränderungen im eigenen Wohnumfeld oder der Heimatregion besser zu verstehen.

Ergebnisse/Publikationen

Noch nicht verfügbar

Projekt-Info

Bearbeitung

Francis Harvey, Tim Leibert, Christian Hanewinkel, Anna Dunkl, Aura Moldovan

Kooperation(en)

Deutsches Institut für Urbanistik (difu), Deutsche Städte und Gemeinden

Laufzeit

06/2018 – 06/2021

Projektförderung

Leibniz-Wettbewerb, Programm "Leibniz-Transfer"

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