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Neukonfiguration des Städtischen im postsowjetischen Raum

Kiews neues altes Zentrum (© IfL)

Bis zum Zerfall der Sowjetunion wurden die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung und in enger Verknüpfung damit die Stadtentwicklung von staatlichen Institutionen vorgegeben und zentral koordiniert. "Stadt" war unter sowjetischen Bedingungen kein gesellschaftlich ausgehandelter Prozess. Die Städte der Nachfolgestaaten der Sowjetunion stehen daher seit Beginn der gesellschaftlichen Transformation und im Kontext von Nationalstaatsbildung und Globalisierung unter einem enormen Anpassungsdruck. Vor diesem Hintergrund analysierte das Forschungsprojekt Prozesse der Neudefinition des Städtischen im postsowjetischen Raum in einer vergleichenden Perspektive. Ziel war die Beantwortung der Frage, wie Städte sich in unterschiedlichen nationalen Kontexten den Herausforderungen der gesellschaftlichen Modernisierung und der Anpassung an neue Wirtschafts- und Lebensformen im Lichte globaler Wirtschafts- und liberaler Gesellschaftsmodelle stellen.

Ergebnisse/Publikationen

Das Projekt hat ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern etabliert, die aus unterschiedlicher Perspektive über Städte im postsowjetischen Raum forschen. Aus der Beteiligung von Doktoranden aus Russland, Georgien, Kasachstan, Usbekistan, Frankreich, Deutschland und Litauen ist unter anderem eine Datensammlung „The urban database“ für die ehemaligen Länder der Sowjetunion entstanden. Internationale Workshops, Tagungen und Doktorandenschulen beschäftigten sich mit Fragen der Stadtentwicklung und Stadtplanung, mit dem Wandel der städtischen Wirtschaft sowie mit dem Themenkomplex Urban Governance und Zivilgesellschaft.

Publikationen (Auswahl)

Brade, Isolde / Neugebauer, Carola S. (Hrsg.) (2017): Urban Eurasia. Cities in Transformation. DOM publishers. Berlin. 200 pp.

Salukvadze Joseph / Golubchikov, Oleg (2016): City as a geopolitics: Tbilisi, Georgia – A globalizing metropolis in a turbulent region. In: Cities, Vol. 52, pp. 39-54.

Slepukhina, Irina / Brade, Isolde (2016): The polarization of Russian space: Cities and Regions.  In: Problems of regional development of Russia. “Kodeks” Publishing House. Moscow

Nefedova, Tatjana / Slepukhina, Irina / Brade, Isolde (2016): Migration attractiveness of cities in post-Soviet space: a case study of Russia, Ukraine, and Belarus. In: Regional Research of Russia. Vol. 6 (2), pp. 131-143.

Neugebauer, Carola / Rekhviashvili,  Lela ed. (2015): The special Issue “Loss and (re)Construction of Public Spaces in post-Soviet cities”. In: International Journal of Sociology and Social Policy has been prepared. Vol. 35, issue 7/8.

Golubchikov, Oleg / Slepukhina, Irina (2014): Russia: showcasing a "re-emerging" state? In: Grix , J. et. all. (eds). Leveraging Legacies from sports mega-events. Palgrave Pivot, pp. 166-177.

Golubchikov, Oleg / Badyina, Anna / Makhrova, Alla (2013): The Hybrid Spatialities of Transition: Capitalism, Legacy and Uneven Urban Economic Restructuring. In: Urban Studies,  July 15, 2013. pp. 1-17.

Weitere Informationen

www.ira-urban.de

Projekt-Info

Bearbeitung

Isolde Brade, Yuliana Lazova, Irina Slepukhina

Kooperation(en)

Nationales Institut für orientalische Sprachen und Gesellschaften (Frankreich), Staatliche Universität Tbilissi (Georgien), Universität Cardiff (Großbritannien), Kasachische Nationale Technische Universität sowie Kasachische Nationale Universität Al-Farabi, Staatliche Universität Lomonossov Moskau, Russische Akademie der Wissenschaften, Staatliche Wirtschaftsuniversität des Ural sowie Südliche Föderale Universität Rostov am Don (Russland), Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew sowie Ukrainische Akademie der Wissenschaften, Institut für Regional- und Stadtplanung (Weißrussland)

Laufzeit

04/2013 – 04/2017

Projektförderung

Leibniz-Wettbewerb / Pakt für Forschung und Innovation

Weitere Informationen

Isolde Brade
I_Brade(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-112

www.ira-urban.de

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