Lokal gestrandet, global vernetzt?

Umgang mit Vielfalt an den gesellschaftlichen Rändern der postmigrantischen Stadt. Eine vergleichende Untersuchung in München und Leipzig

Foto: Karin Wiest

Mit der internationalen Zuwanderung in deutsche Großstädte wächst dort die Vielfalt transkultureller und transnationaler Lebenswirklichkeiten und Identitäten. Diese Prozesse werden von steigenden Marginalisierungsrisiken eines Teils der Stadtbevölkerung überlagert. Am Beispiel von Leipzig und München untersucht das Projekt, wie die Realitäten einer „postmigrantischen“ Gesellschaft in kommunalpolitischen und medialen Diskursen reflektiert und verhandelt werden. Auch geht es um die Frage, wie Alltag an konkreten Orten der Vielfalt und interkulturellen Begegnung erfahren und ausgehandelt wird und wie auf diese Weise neue urbane Selbstverständlichkeiten produziert werden. Im Fokus stehen Diskrepanzen und Wechselbeziehungen zwischen konkreten urbanen Alltagserfahrungen und den Debatten um Migration, Integration und Marginalität in Städten.

Von einer vergleichenden Betrachtung von Diskursen und Alltagspraktiken in zwei deutschen Großstädten versprechen sich die Wissenschaftlerinnen Erkenntnisse darüber, wie spezifische gesellschaftspolitische und sozioökonomische Zusammenhänge den Umgang mit urbaner Marginalisierung und Vielfalt beeinflussen. Der vergleichende Untersuchungsansatz ist darauf ausgerichtet, Städte als überregional vernetzte Transiträume zu begreifen.

Ergebnisse/Publikationen

Noch nicht verfügbar

Projekt-Info

Bearbeitung

Karin Wiest, Madlen Pilz, Elisabeth Kirndörfer

Kooperation(en)

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Laufzeit

08/2016 – 07/2019

Projektförderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Weitere Informationen

Dr. Karin Wiest
Tel. +49 341 600 55-251
K_Wiest(at)ifl-leipzig.de

Projektflyer (PDF / 300 KB)