Wohnstandortentscheidungen in polyzentrischen Stadtregionen

Das Forschungsprojekt untersuchte aktuelle Tendenzen der Siedlungsentwicklung und der Alltagsorganisation von Stadtbewohnern unter dem Einfluss wachsender Mobilität, neuer Kommunikations-möglichkeiten und raumzeitlicher Entgrenzungen.

Durch die Analyse von aktionsräumlichen Mustern und Wohnstandortentscheidungen von Haushalten in polyzentrischen Stadtregionen Deutschlands sollte aufgezeigt werden, wie gesellschaftliche Veränderungen raumbezogenes Verhalten im Alltag bestimmen.

Die folgenden Fragen standen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts:

  • Wie wirken sich Globalisierungs- und Entgrenzungsprozesse auf raumbezogene Orientierungen im Alltag von Stadtbewohnern aus? Welche neuen Zentralitätsmuster bilden sich heraus?
  • Inwieweit präsentiert sich der Wohnungsmarkt in polyzentrischen Stadtregionen als ein fragmentierter Raum bestehend aus unterschiedlichen Segmenten mit stark spezialisierten Standortprofilen?
  • In welchem Zusammenhang stehen polyzentrale Raumstrukturen und Alltagshandeln?

Zur Beantwortung wurden Wohnstandortentscheidungen und raumzeitliche Orientierungen mit Hilfe quantitativer und qualitativer Verfahren in den Beispielregionen Köln/Bonn, Östliches Ruhrgebiet und Leipzig/Halle analysiert: Explorative Tiefeninterviews mit Haushalten sollten Zusammenhänge zwischen Wohnvorstellungen, Alltagsorganisation und den Lebensentwürfen von Bewohnern polyzentrischer Stadtregionen beleuchten; durch eine schriftliche Befragung sollte quantifiziert werden, welche Bedeutung Entgrenzungsprozesse und polyzentrische Strukturen für die Alltagsorganisation und das Leben der Bevölkerung tatsächlich haben.

Ergebnisse/Publikationen

Haunstein, S. / Montanari, G. / Wiest, K. (2012): Wohnstandortentscheidungen in der Region Halle/Leipzig: Charakteristische Standortprofile und Nachfragergruppen am Beispiel von fünf Quartieren. In: Statistischer Quartalsbericht, Jahrgang: 2012/ II, S. 17-23.

Montanari, G. / Wiest, K. / Wörmer, S. (2013): Die Entgrenzung von Arbeit und die Transformation raumbezogener Orientierungen – Eine Annäherung in der Region Halle/Leipzig. Geographica Helvetica, 68, S. 105–116. Abstract online

Projekt-Info

Bearbeitung

Karin Wiest, Giulia Montanari, Günter Herfert

Kooperation(en)

Universität Bonn; ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, Dortmund

Laufzeit

07/2010–06/2012

Projektförderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Weitere Informationen

Karin Wiest
Giulia Montanari
Tel.: +49 341 600 55-136

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