Pressemitteilung vom 9. Mai 2019

Neues Planungstool für Städte und Gemeinden

Experten des Leibniz-Instituts für Länderkunde und des Deutschen Instituts für Urbanistik arbeiten derzeit in einem gemeinsamen Vorhaben an einer neuen Version des am IfL entwickelten Werkzeugs „hin&weg“ zur Analyse und Visualisierung kleinräumiger Wanderungsdaten. Zum Auftakt der Umsetzungs­phase haben sich die Projektteams beider Einrichtungen mit Städtestatistikern und Städteplanern getroffen, um Anregungen aus der Praxis aufzunehmen und methodische Fragen zu diskutieren.

Um bedarfsgerecht planen und nachhaltige politische Entscheidungen treffen zu können, benötigen Städte detailliertes Wissen über aktuelle und zu erwartende Bevölkerungsbewegungen. Eine Herausforderung besteht darin, kleinräumige Wanderungsdaten so aufzubereiten, dass Kommunen sich ohne aufwändige Statistikauswertungen jederzeit einen Überblick über planungsrelevante Veränderungen verschaffen und geeignete Maßnahmen treffen können. Fachleute des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) arbeiten deshalb in einem gemeinsamen Vorhaben an einer verbesserten Version des am IfL entwickelten Planungsinstruments „hin&weg“.

Die nächste Generation des digitalen Tools soll neue Möglichkeiten der Analyse und Darstellung städtischer und regionaler Bevölkerungsdaten bieten, noch einfacher zu bedienen sein und anschauliche Visualisierungen für politische Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit ermöglichen. Grundlage hierfür sind sogenannte Bewegungsdaten, die aus Pendler- und Umzugsstatistiken gewonnen werden.

Zum Auftakt der Umsetzungshase sind die Projektpartner mit Städtestatistikern und Stadtplanern aus Leipzig, Halle (Saale), Rostock, Heidelberg, Trier und Köln zu einem ersten Workshop zusammengekommen. Das Treffen diente dazu, Wünsche und Anregungen aus der Praxis aufzunehmen und gemeinsam methodische und organisatorische Fragen zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen zentrale Softwarefunktionen, Fragen des Datenschutzes, die Typisierung von Daten und Räumen sowie Einsatzmöglichkeiten des Tools in der Öffentlichkeitsarbeit. „In den Diskussionen wurde unter anderem deutlich, dass das überarbeitete Programm in der kommunalen Praxis nur dann Akzeptanz finden wird, wenn es sich durch einfachere Handhabung von bestehender GIS-Software abgrenzt“, erklärt Professor Francis Harvey, Leiter des Forschungsbereichs Geovisualisierungen am IfL.

Die Projektteams werden die Ergebnisse des Auftakttreffens nun mit aktiver kommunaler Unterstützung in die stufenweise Weiterentwicklung des Tools einfließen lassen. Bereits im Sommer sollen einige Kommunen „hin&weg“ in einer ersten Vorabversion testen können. Über die Erfahrungen aus konkreten Anwendungsbeispielen wollen sich die Projektpartner und Städtevertreter in einem zweiten Workshop im November austauschen.

Mehr zum Projekt "hin&weg"

www.ifl-leipzig.de/de/forschung/projekt/detail/hinweg.html

Kontakt im IfL

Prof. Dr. Francis Harvey
Tel.: +49 341 600 55-111
F_Harvey(at)ifl-leipzig.de


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Pressekontakt

Dr. Peter Wittmann
Öffentlichkeitsarbeit
Presse(at)ifl-leipzig.de
Tel.: +49 341 600 55-174
Fax: +49 341 600 55-198

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